Nach Mitteilung des statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Ehescheidungen um 3 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. 2008 wurde jede elfte von tausend Ehen geschieden, insgesamt gab es im letzten Jahr 191.900 Scheidungen.
Vom 1992 bis 2003 stieg die Zahl der Trennungen beständig, ging dann aber in den Jahren 2004 bis 2007 zurück. Dieser Abwärtstrend besteht 2008 nicht weiter.
In 54 % der Fälle stellt die Frau den Scheidungsantrag, bei den Männern beläuft sich die Zahl auf 37,2 %, wobei die Beantragung der Scheidung durch den Mann im Vergleich zum Vorjahr um 5% gestiegen ist.
In den meisten Fällen, bei rund 84 %, lebten die Ehepartner bereits ein Jahr getrennt.
Im Schnitt betrug die Ehedauer im letzen Jahr rund vierzehn Jahre, wobei dies vergleichsweise hoch ist in Anbetracht der Vorjahre. Die Tendenz zu einer längeren Ehedauer mit anschließender Scheidung steigt.
Aus knapp der Hälfte der geschiedenen Ehen gehen minderjährige Kinder hervor.
Quelle: Pressemitteilung Nr. 251 des Statistischen Bundesamt vom 08.07.2009