Wir wünschen insbesondere, dass alle Kinder schöne Ostertage mit beiden Elternteilen verbringen können. Das Kind hat das Recht in dieser Zeit beide Elternteile zu sehen. Einen Ausschluss dieses Rechts kann nur in Ausnahmefällen begründet werden.
Dem Kind soll ermöglicht werden, die Beziehungen zu dem nicht mit ihm zusammen lebenden Elternteil aufrechtzuerhalten (BVerfG in: FamRZ 2008, 845, 849). Für die Entwicklung des Kindes und seine Verarbeitung der durch die Elterntrennung erfolgten Familienauflösung ist es sehr wichtig, den anderen als Elternteil nicht faktisch zu verlieren, vielmehr die Beziehungen zu ihm so gut wie möglich aufrechtzuerhalten (OLG Branenburg, vom 20.5.2010, Az.: 10 UF 46/09.).
In der Regel hat derjenige Elternteil, bei dem das Kind nicht lebt, das Recht das Kind zumindest  an einem der beiden Osterfeiertage (Ostersonntag oder Ostermontag) zu sich zu nehmen. Keines der Elternteile soll an den hohen christlichen Feiertagen an Weihnachten, Ostern und Pfingsten vom Zusammensein mit dem Sohn ausgeschlossen sein (OLG Brandenburg, Beschluss vom 16.10.2008, Az.: 9 UF 42/08). Die Osterferien werden in der Regel geteilt.
Streitigkeit besteht häufig darüber, wer das Kind bei sich haben kann, wenn gleichzeitig ein Umgangswochenende auf die Feiertage /Ferien fällt. Hierzu hat das OLG Brandenburg erläutert:

"Um Missverständnisse zu vermeiden soll an dieser Stelle nochmals ausdrücklich klargestellt werden, dass die getroffene Feiertagsregelung derjenigen zum Ferienumgang und beide Regelungen der Festlegung des sonstigen Umganges (= an den „üblichen“ Wochenenden und Umgangstagen „ohne Besonderheiten“) vorgehen. Das gilt nicht nur für Feiertagsregelungen zugunsten des Kindesvaters, sondern umgekehrt natürlich in gleicher Weise für die – wegen des ständigen Aufenthalts des Kindes im mütterlichen Haushalt ansonsten nicht ausdrücklich getroffenen – Regelungen für den Aufenthalt des Kindes im mütterlichen Haushalt. Für den Fall, dass Ostern, Pfingsten oder Weihnachten eines Jahres auf ein Umgangswochenende fallen, wird die normale Wochenendregelung also durch die speziellere Feiertagsregelung modifiziert. B. soll also etwa den Ostersonntag in ungeraden Kalenderjahren ungeachtet eines etwaigen „Papa-Wochenendes“ im Haushalt der Mutter verbringen; ähnliches gilt auch für den Pfingstsonntag eines jeden Jahres" (OLG Brandenburg vom 16.08.2008, Az.: 09 UF 42/08).

Unabhängig aller Differenzen, die u.a. zur Trennung der Eltern geführt haben: Das Umgangsrechts kann und soll durch die Eltern einvernehmlich geregelt werden. Es gibt nicht "die Umgangsregelung". Es ist für das Kind sehr wichtig, mit beiden Elternteile Kontakte zu haben.
Sie erreichen uns über die Ostertage über anwalt@anwalt-wille.de
Ab dem 10.04.2012 sind wir wieder für Sie persönlich erreichbar.
Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Klaus Wille
und Fachanwalt für Familienrecht
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